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Sinn

Von der innersten Ausrichtung und
dem Umgang mit der Vergänglichkeit

Wenn es um Sinn geht droht die Gefahr des Seichten. Was soll man in zwei Minuten über das Sterben oder das Glück sagen, über Religion, Demut oder Kunst? Man kann viel sagen. Die Belege liegen vor.

Grade bei der Frage nach dem eigenen Sterben, der „vermutlich letzten und tiefsten Angst vor der eigenen Endlichkeit“ (Jörg Gabbe), entstand oft eine ganz außergewöhnliche Offenheit. Zwischen Nicanor Perlas, der nach einem wirklich weitreichenden Überblick über seine spirituell geprägte Weltanschauung lapidar sagt, nein, vor dem Sterben habe er keine Angst mehr und Richard Reeves, der eingesteht, man mache sich mit zunehmendem Alter mehr Gedanken über den Tod, als einem lieb ist, steht die Spannung möglicher Antworten.

Bei der Religion ganz ähnlich: Gero von Randow oder Georg Seeßlen, die jede Religion als Herrschaftsinstrument ablehnen (wobei Seeßlen schließlich die Sexualität als alternativen Gott in den Dialog bringt, aber das wäre eine neue Diskussion). Auf der anderen Seite Orland Bishop, Friedhelm Mennekes oder Manfred Kock, für die Religion reale und emminent wichtige Lebensgrundlage ist. Dazwischen Satsuki Ina oder Scilla Elworthy, die sich gegen die Institution richten, aber der Religion als grundlegende Kraft ihres Lebens einen wichtigen Platz zuweisen.

Eine Antwort von Jörg Gabbe will ich noch herausgreifen. Er meinte zur Frage nach der Religion: Man dürfe Kinder nicht um die Frage betrügen, ob es etwas größeres als uns gibt oder nicht. Die Antwort festzulegen, sei nicht sinnvoll. Aber so zu tun, als ob es die Frage gar nicht gäbe, sei noch viel schlimmer.

Die Verschiedenheit der Antworten ist so spannend, weil die Sinnfragen etwas wie Basisfragen einer ganzen Lebenshaltung zu sein scheinen. Das ist jetzt nicht sehr überraschend, wenn man die Antworten aber im Kontext des jeweiligen Gesprächs betrachtet, ist es doch erstaunlich, welchen Einfluss solche Einstellungen auf die Weltsicht insgesamt haben. Und genauso erstaunlich ist es für mich, dass die doch grundsätzlich verschiedenen Sichtweise sich tatsächlich über Jahrzehnte halten, stabilisieren und in allen Lebensbereichen rechtfertigen können.

 
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Was macht ein gutes Leben aus?
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Wie lebt man damit, zu sterben?

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