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Karriere

Fragen an der Grenze von
Popularität und Berufung

Karriere, das ist wohl der pragmatischste der Themenblöcke. Geld oder Selbstverwirklichung? Freiheit oder Sicherheit? Sind die Regeln des Systems so, dass man mitspielen muss, ob man will oder nicht? Hat man eine Wahl? Und wenn ja: Was will man denn eigentlich?

Die anderen haben Antworten. Es muss halt jeder arbeiten. Man muss schauen, dass man unterkommt. Es ist ganz wichtig, dass man sich um Geld keine Sorgen machen muss. Und immer wieder: Man kann eben nicht danach gehen, was man gerne würde. Mein Schuldirektor meldet sich aus dem Off. Der sagte auf meinen Plan hin, Soziologie zu studieren, ganz einfach:. Mach doch Jura. So einfach ist das. Kein Geisteswissenschaftler, der das nicht gehört hätte. Aber hat er nicht Recht damit? Was sagt ein arbeitsloser Soziologe zu einem berufstätigen Soziologen? Einmal Currywurst bitte.

Und dann diese Antworten als ein großes Trotzdem. So viele Menschen, die augenscheinlich nicht die was-braucht-die-Wirtschaft-Maxime internalisiert hatten.  „Ich kann mir nicht vorstellen,“ sagt Jochen Hörisch sehr klar, „ein Leben lang so zu arbeiten, wie ich nicht arbeiten will.“ Er habe Menschen nie verstehen können, die auch für viel Geld so arbeiten, wie sie es nicht vertreten können. Gero von Randow fordert die Wiederkehr des Lustprinzips in der Berufswahl, Richard Reeves stimmt ein: Man sollte tun, was man gerne tut.  Philipp Nessling ergänzt, dass man schon deswegen nach Selbstverwirklichung streben sollte, um nicht ein Ersatzleben zu brauchen, das die Lücken kompensiert. Ein gutes Beispiel für erfolgreiches Lustprinzip ist vielleicht Manfred Kock. Manfred Kock, der aus Interesse Theologie studierte und nicht damit rechnete, Pfarrer zu werden. Öffentlich reden sei nie seine Stärke gewesen, sagt er heute. Dass er später Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche in Deutschland wurde, das höchste Amt der evangelischen Kirche in Deutschland besetzte, das mag daran liegen, dass man „in dem, was man gern tut, typischerweise ganz gut ist“, wie Gero von Randow resümiert.

Auf der anderen Seite, sagen andere, könne man ja nicht einfach warten, bis einem der perfekte Job über den Weg läuft. „Don´t close the doors waiting for your right job,“ warnt zum Beispiel Satsuki Ina: „That may narrow your field.“ Friedhelm Mennekes auf deutsch, aber ganz ähnlich: „Man muss suchen. Aber so suchen, dass ich in der Suche flexibel bleibe.“ Und Scilla Elworthy bringt einen 3-Punkte-Plan für den richtigen Job, der irgendwie alles integriert:  „Was ist es“, fragt sie, „was Du einfach findest, das andere Leute schwer finden? Und danach fragst Du Dich: Wo kann das gebraucht werden, wie kann das der Welt etwas beitragen? Und dann sagst Du: OK, und jetzt brauche ich eine passende Gelegenheit. Und sie wird kommen. Oder Du kannst sie Dir gestalten.“ Es gab übrigens niemanden, der empfohlen hat Jura zu studieren, um der Arbeitslosigkeit zu entgehen.

 
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