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Orland Bishop ist ein außergewöhnlicher Mensch. Er schläft kaum eine Nacht über fünf Stunden und bleibt selten für sich. Als ich ihn auf dem engage08-Workshop getroffen habe, den er zusammen mit Nicanor Perlas gestaltet hat, war er so präsent, wie ich das selten bei einem Gruppenleiter erlebt habe. Keine Minute Gruppenprozess, in dem er nicht ganz da gewesen wäre und den Raum gehalten hätte. In jeder Pause, bei jedem Essen, nach jeder Session und an jedem Abend sah man ihn irgendwo im Zweiergespräch, um Fragen der Teilnehmer zu beantworten. Ein Workaholic, kann man denken. Vielleicht. Auf jeden Fall einer, der es ernst meint. Orland Bishop ist formal Sozialarbeiter der Stadt Los Angeles. Tatsächlich hat er ein eigenes Modell der Konfliktbearbeitung entwickelt, das Teile afrikanischer Stammeskultur, die er sich vor Ort hat beibringen lassen, mit Elementen westlicher Dialogarbeit verbindet. Das ist sein Werkzeug, um mit gewalttätigen Gangmitgliedern zu arbeiten und sie in ein neues Leben zu „initiieren“, wie er es nennt. Seine Gesprächseinheiten können Stunden dauern, oft wohnen die Klienten sogar bei ihm. Dass ich trotz allem nicht das Gefühl hatte, dass er sich selbst verliert, eher im Gegenteil, mag an dieser Morgenzeit liegen, von der er mir erzählt hat: Drei Stunden jeden Morgen nimmt er sich Zeit für sich und die Schulung seiner Aufmerksamkeit. Die Ideen, das sollte man vorweg sagen, sind entsprechend nicht leicht zugänglich. Ehrlicherweise: Anfangs habe ich wenig verstanden und fand den Rest ziemlich überintellektualisiert. Nach einiger Eingewöhnung ging mir auf, wie clever und umfassend das eigentlich ist, was er sagen will, wie er afrikanische Riten und westliche Gruppenarbeit, Mystik und westliche Philosophie miteinander verbindet. Wie gesagt, ein außergewöhnlicher Mensch.
 

Das Interview

Orland Bishop

Konfliktarbeiter in Los Angeles


getroffen bei engage08 in Stuttgart

einzelne Antworten

zu Fragen nach Beziehung

einzelne Antworten

zu Fragen nach Karriere

einzelne Antworten

zu Fragen nach Gelerntem

einzelne Antworten

zu Fragen nach Sinn

einzelne Antworten

zu Fragen nach Visionen

One book will be one of the earliest persons to struggle to be themselves. It´s the slave narrative from Frederic Douglas, who wrote about his experience and a slave in the US and about learning who he is despite of the definition of being a slave. It´s the most direct insight of a persons capacities to define himself.

A second would be the Metamorphosis of the Given, a book that Friedeman Schwarzkopf gave to me. It gives a survey of 500 years of imprisonment of thinking in the western process of thought development.

More currently would be Indaba, My Children by Vusamazulu Credo Mutwa, which whom I study. I gives a picture into the depth of gnosis into the African way of thinking. That the inner self is a whole other reality.

Each of these texts give me something, a form of insight, a knowing of how to bring humanity together through the individual being themselves.

(Orland Bishop im Interview)

3 Werke,
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